07.11.2026 | 11:30 bis 13:00 Uhr
Wenn Kunst zur Beute wird: Kunstraub zwischen Geschichte und Gegenwart
Podiumsdiskussion auf der ART COLOGNE
Moderation: apl. Prof. Dr. Nadine Oberste-Hetbleck, Direktorin des ZADIK
Das Thema Kunstraub verbinden viele mit dem spektakulären Einbruch in den Pariser Louvre 2025: In wenigen Minuten wurde ein Teil der Kronjuwelen entwendet. In Deutschland ging 2019 der Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe im Dresdner Residenzschloss groß durch die Medien. Solche Verbrechen werfen Fragen nach den Konsequenzen für den Schutz von Kulturerbe und der Verantwortung privater und öffentlicher Akteur*innen auf. Gerade der Blick zurück in die Vergangenheit offenbart darüber hinaus Kunstraub auch in verschiedenen historischen Unrechtskontexten: Ob als NS-Raubkunst, Kriegsbeute, Entzüge in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR oder im Rahmen von kolonialen Erwerbskontexten. Dementsprechend ist die Klärung der Provenienz eines Kunstwerks sowohl moralische Aufgabe als auch in der Sorgfaltspflicht für den Kunsthandel verankert und bildet ferner ein Qualitätsmerkmal im Kunstmarkt. Inwieweit ist Provenienzforschung mittlerweile Standard im gegenwärtigen Kunstmarkt und inwiefern nimmt sie Einfluss auf diesen? Wie tragen Formate der Berichterstattung zur öffentlichen Wahrnehmung von Kunstraub bei? Das Podium beleuchtet das komplexe Thema aus verschiedenen Perspektiven.
Termin: 07.11.2026, 11:30 bis 13:00 Uhr
Ort: koelnmesse, Europasaal
Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung unter zadik-info@uni-koeln.de möglich. Die Plätze sind limitiert.