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E 9 Charlotte Zander

SignaturE 9
TitelCharlotte Zander
Entstehungszeitraum
Laufzeit Archivbestand
1970 bis 2014
VerzeichnungsstufeBestand
Umfang
  1. 4,5 lfm (Langzeitarchivierung), 22 lfm (Originalaufstellung)
  2. Der Archivbestand umfasst Archivmaterial folgender Gruppen der ZADIK-Klassifikation: I, II, III, IV, V, VII, VIII, X, XI, XIII, XIV, XV, XVI, XVIII, XIX: Einladungskarten, Kataloge, Plakate, Geschäftsakten und -korrespondenzen, Künstlerakten und -korrespondenzen, Gästebücher, Materialsammlungen zu Künstlern und Ausstellungsprojekten, Fotos, Videos, Presse, fremde Publikationen, Buchhaltungsdokumente
Name der Provenienzstelle
(Bestandsbildner*innen)
Charlotte Zander
Museum Charlotte Zander
Geschichte der Provenienzstelle
Bestandsgeschichte

Die Galeristin, Sammlerin und Museumsgründerin Charlotte Zander (1930–2014) hat im Laufe ihres Lebens eine der größten Sammlungen im Bereich der damals sogenannten Naive Kunst, Art Brut und Outsider Art aufgebaut. Bereits als junge Frau begann sie autodidaktische Kunstschaffende zu sammeln und erwarb in den frühen 1950er Jahren erste Kapitäns- und Votivbilder.

Anfang der 1960er Jahre entdeckte Charlotte Zander die Künstler*innen der Naive aus dem ehemaligen Jugoslawien wie u.a. Ivan Generalić, Ivan Rabuzin, Matija Skurjeni und Mirko Virius. Die Werke dieser Künstler sollten der Beginn ihrer Sammlung sein, die sie schon sehr bald durch Bilder von Morris Hirshfield, Alfred Wallis, Adalbert Trillhaase oder Emma Stern ergänzte. Ab Mitte der 1960er Jahre kamen die sogenannten „Maler des Heiligen Herzens“ wie André Bauchant, Camille Bombois, Séraphine Louis, Henri Rousseau und Louis Vivin hinzu, die sie mit großer Leidenschaft sammelte.

1971 gründete sie in München ihre Galerie Charlotte – Galerie für naive Kunst. Bis zur Schließung der Galerie 1995 präsentierte sie rund 200 Ausstellungen und etablierte sich international als eine der bedeutendsten Galerien auf dem Gebiet der sogenannten Naiven Kunst. Die Galerie nahm regelmäßig an internationalen Kunstmessen wie der ART COLOGNE oder der Art Basel teil. Für ihr mäzenatisches Engagement für die bildende Kunst erhielt Charlotte Zander 1997 den ART COLOGNE‑Preis. 

1996 eröffnete sie im Schloss Bönnigheim ihr privates Museum, um dort ihre Sammlung im Rahmen von Ausstellungen zu präsentieren. Nach dem Tod Charlotte Zanders im März 2014 übernahm ihre Tochter Susanne Zander die Geschäftsführung des Museums. Das Museum bestand bis 2020. 

Im Jahr 2021 übergab Susanne Zander das Archiv der Sammlung Charlotte Zander dem ZADIK. Die zugehörige umfangreiche Spezialbibliothek mit einzigartigen Publikationen zur Kunst der Autodidakt*innen, Volkskunst, sogenannter Naiver Kunst und Outsider Art schenkte sie 2024 der Kunst- und Museumsbibliothek Köln KMB.

Status der Erschließungin Teilen auf Dokumentenebene erschlossen
Status der Digitalisierungteildigitalisiert
Freigabe Bestand Online Datenbankoffline
Freigabe Bestand Intranet Datenbankteilweise
SperrfristBitte nehmen Sie Kontakt auf unter: zadik-info[at]uni-koeln.de

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