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A 96 Dorothee und Konrad Fischer, Düsseldorf

SignaturA 96
TitelDorothee und Konrad Fischer, Düsseldorf
Entstehungszeitraum
Laufzeit Archivbestand
1967 bis 2001
VerzeichnungsstufeBestand
Umfang
  1. 10 lfm (Langzeitarchivierung)
  2. Der Archivbestand von Dorothee und Konrad Fischer umfasst Archivmaterial folgender Gruppen der ZADIK-Klassifikation: I, IV, V, VIII, X, XIII, XV: Eigene Einladungen, Veranstaltungsinformationen, Geschäftsakten und Geschäftskorrespondenz, Künstlerakten und Künstlerkorrespondenz, Privatakten und Privatkorrespondenz, Materialsammlungen zu Künstlern und Veranstaltungen der Galerie, Chronologien, Ankündigungen, Informationen, Werkmappen und Preislisten, Fotos, Presseausschnitte, Multiples, Objekte, Grafiken und Mappen
Name der Provenienzstelle
(Bestandsbildner*innen)

Konrad Fischer Galerie
Ausstellungen bei Konrad Fischer

An der Bestandsbildung maßgeblich beteiligte Personen:
Dorothee Fischer
Konrad Fischer

Geschichte der Provenienzstelle
Bestandsgeschichte
Konrad Fischer studierte von 1958 bis 1962 Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf und war nach dem Studium zunächst als Maler unter dem Pseudonym Konrad Lueg tätig und stellte gemeinsam mit seinen Studienkollegen Gerhard Richter und Sigmar Polke aus. 1967 eröffnete mit seiner Frau Dorothee Fischer die Galerie Ausstellungen bei Konrad Fischer in einer ehemaligen Tordurchfahrt in der Neubrückstraße 12 in der Düsseldorfer Altstadt. Den Schwerpunkt des Galerieprogramms bildeten Künstler*innen der Konzeptkunst, der Minimal und Land Art, wie u.a. Carl Andre, Hanne Darboven, Sol LeWitt, Bruce Naumann, Richard Long, denen er die ersten Einzelausstellungen in Deutschland bzw. Europa ausrichtete. Da die Transportkosten für die oft großformatigen, sperrigen Kunstwerke aus den USA sehr hoch waren, entwickelte Konrad Fischer mit den Künstler*innen das Konzept der "site specific"-Ausstellungen. Fischer bezahlte die Flugtickets der Künstler, sorgte für deren Unterbringung, sodass die Arbeiten direkt vor Ort - in situ - und bezogen auf den Galerieraum konzipiert wurden. Außerdem pflegten sie schon früh den Kontakt zu (noch) unbekannten Künstler*innen und schufen so ein Vertrauensverhältnis, das dafür sorgte, dass die Verkäufe auch lange nachdem der Ruhm kam, anhielten.

Ab den 1970er Jahren gehörten die Künstler der italienischen Arte Povera wie Jannis Kounellis, Mario Merz und Giuseppe Penone zum festen Programm der Galerie.

Mit dem Umzug 1974 in die Platanenstr. 7 in Düsseldorf-Flingern, erweiterte Fischer sein Galerieprogramm ab Anfang der 1980er Jahre durch neue künstlerische Positionen, insbesondere von Künstlern und Künstlerinnnen, die in Düsseldorf arbeiteten oder mit der Kunstakademie Düsseldorf verbunden waren wie u.a. Bernd und Hilla Becher, Tony Cragg, Rebecca Horn, Harald Klingelhöller, Rita McBride, Juan Munoz, Thomas Ruff, Marian Schouten, Thomas Schütte und Jerry Zeniuk.

Nach dem Tod ihres Mannes Konrad übernahm Dorothee Fischer von 1996 bis zu ihrem Tod 2015 die Leitung der Galerie. 2007 eröffnete die Konrad Fischer Galerie einen zusätzlichen Galerieraum in Berlin, ausgestellt wurde neben jüngeren Positionen auch das Programm aus 50 Jahren Galerietätigkeit. Die Galerien in Düsseldorf und Berlin werden seit 2015 unter der Leitung von Berta Fischer weitergeführt.

Das Archiv und die Kunstsammlung von Dorothee und Konrad Fischer wurden im Jahr 2015 von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen erworben. Das ZADIK wurde im Mai 2015 mit der Systematisierung, Erschließung und Digitalisierung des Galeriearchivs beauftragt.
Status der Erschließungerschlossen
Status der Digitalisierungdigitalisiert
Freigabe Bestand Online Datenbankonline, hier geht es zur Online-Recherche
Freigabe Bestand Intranet Datenbankonline
SperrfristBitte nehmen Sie Kontakt auf unter: zadik-info[at]uni-koeln.de

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