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A 77 Galerien Thannhauser, München/Luzern (CH)/Berlin/Paris (F)/New York (USA)

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SignaturA 77
TitelGalerien Thannhauser
Entstehungszeitraum
Laufzeit Archivbestand
1919 bis 1971
VerzeichnungsstufeBestand
Umfang
  1. 6,5 lfm (Langzeitarchivierung), 4 lfm (Originalaufstellung)
  2. Der Archivbestand der Galerie Zwirner umfasst Archivmaterial folgender Gruppen der ZADIK-Klassifikation: I–V, VII–X, XIII–XIV, XIX–XX: eigene Einladungen, Kataloge und Plakate, Geschäftskorrespondenzen sowie Korrespondenzen mit Künstlern und Künstlerinnen, Gästebücher, Materialsammlungen, eigene Manuskripte, Fotos, Presseausschnitte, fremde Publikationen, Inventar- und Lagerbücher und eine Kundenkartei
Name der Provenienzstelle

Galerie Thannhauser, München
Galerie Thannhauser, Luzern, 
Galerie Thannhauser, Berlin, 
Galerie Thannhauser, Paris, 
(Galerie Thannhauser, New York)

An der Bestandsbildung maßgeblich beteiligte Personen:
Justin Thannhauser
Siegfried Rosengart

Geschichte der Provenienzstelle

(Bestandsgeschichte)

Die „Galerie Thannhauser“ war eine der bedeutendsten privaten Galerien für moderne Kunst im frühen 20. Jahrhundert und spielte eine zentrale Rolle bei der Durchsetzung der Avantgarde in Deutschland und international. 

Gegründet wurde die Münchener Galerie 1909 von Heinrich Thannhauser, der früh die damals noch umstrittene moderne Kunst förderte. Die Galerie wurde rasch zu einem wichtigen Forum für die klassische Moderne und zeigte Ausstellungen im Museumsformat mit Werken unter anderem von Edgar Degas, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Eduard Manet, Henri Matisse, Claude Monet, Auguste Renoir sowie später Pablo Picasso. Kunsthistorisch bedeutend war die Ausstellung der Künstlergruppe Der Blaue Reiter im Jahr 1911/12, zu der Thannhauser seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte.

Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm Heinrichs Sohn Justin K. Thannhauser zunehmend die Leitung und weitete die Tätigkeit der Galerie international aus, unter anderem mit einer Niederlassung in Berlin ab 1927. 1928 schloss daraufhin der Galeriestandort in München. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Arbeit der Galerie zunehmend erschwert. 1937 musste sie schließen, da die vertretene Kunst als „entartet“ diffamiert wurde. Die Familie Thannhauser emigrierte zunächst nach Paris, wo sie bis 1939 einen Kunsthandel unterhielt, und später 1940 in die USA, wo Justin K. Thannhauser in New York weiterhin als Kunsthändler und Sammler tätig war. 

Der hohe Rang und die nachhaltige Bedeutung der Galerie Thannhauser werden bis heute durch die Sammlung dokumentiert, die Justin und Hilde Thannhauser 1963 dem Solomon R. Guggenheim Museum vermachten und die im sogenannten Thannhauser Wing zu sehen ist.

Der Archivbestand kam 2005 ins ZADIK.

Status der Erschließungin Teilen auf Dokumentenebene erschlossen, in Teilen auf Aktenebene erschlossen
Status der Digitalisierungteildigitalisiert
Freigabe Bestand Online Datenbankteilweise
Freigabe Bestand Intranet Datenbankteilweise
SperrfristBitte nehmen Sie Kontakt auf unter: zadik-info[at]uni-koeln.de

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